Ashtanga

Ashtanga Yoga ist ein Yoga-Stil, der im 20. Jahrhundert von Sri K. Pattabhi Jois und T. Krishnamacharya (Indien) entwickelt wurde. Ashtanga Yoga ist ein dynamischer, fließender Stil, der die Bewegung des Körpers mit dem Atmen verbindet.
Ashtanga besteht aus 6 festgelegten Serien und man hält die Positionen (Asanas) für 5 – 8 Atemzüge.

Ashtanga bedeutet achtgliedrig.

Der achtgliedrige Weg eines überzeugten Praktizierenden besteht aus:

  1. Yama (zwischenmenschliche Ethik, Umgang mit anderen)
  2. Niyama (die persönliche Lebensführung, Disziplin, Selbststudium)
  3. Asana (Haltungen und Stellungen in den Ashtanga Serien)
  4. Pranayama (Atmung, Kontrolle über die Lebensenergie)
  5. Pratyahara (Rückzug der Sinne, Rückzug des Geistes)
  6. Dharana (Konzentration, fokussieren auf ein Objekt als Vorstufe zur Meditation)
  7. Dhyana (Meditation, Versenkung, Andacht)
  8. Samadhi (Überbewusstsein, eins sein, mit dem Universum verschmelzen, göttliche Erfahrung)


Das Weg ist das Ziel aber die wenigen, welche Samadhi erreichen, erfahren die reine Erkenntnis. Gedanken, Gefühle, Freude, Schmerzen, Wünsche lösen sich in Nichts auf. Es findet eine Transformation statt, das Verstehen einer Verbundenheit, es beeinflusst anschliessend Dein Denken, Handeln. Im Samadhi ist Dein drittes Auge geöffnet und Du bist nicht mehr in Deinem eigenen Geist.

Der Fokus liegt auf Atem (Prana) – Haltung (Asana) – Blickpunkt (Drishti).
Die Atmung hilft uns, die Asana besser zu halten und die richtige Blickrichtung ebenso.

Ashtanga ist ein sportlicher Yoga Stil, die Haltungen können herausfordernd sein, das Schöne ist, das sich die Asanas wiederholen und man sich so mehr auf die korrekte Ausübung konzentrieren kann, weil man den Ablauf verinnerlicht.